LiSL wirkt – auch im Bundestag!

Die Gesundheits- und Rechtsexpertin Katrin Helling Plahr hat als Bundestagsabgeordnete unsere Forderung nach der Legalisierung von Leihmutterschaft vorstellt. Grüne und Union lehnen das ab.

„Die FDP-Abgeordnete Katrin Helling Plahr drängt darauf, die gesetzlichen Regeln für Kinderwunschbehandlungen massiv zu liberalisieren. ‚Das Embryonenschutzgesetz ist von gestern und muss reformiert werden‘, sagte die Fraktionsexpertin dem Tagesspiegel. Die deutsche Politik sei hier, im Vergleich zu anderen Ländern, ‚viel zu zögerlich‘. Zudem brauche das Abstammungs- und Adoptionsrecht nach den Beschlüssen zur Ehe für alle „dringend ein Update“, so die Fachpolitikerin. ‚Wir fordern eine Reform, die endlich die gesellschaftliche Wirklichkeit zur Kenntnis nimmt.'“

https://www.tagesspiegel.de/politik/vorstoss-fuer-paare-mit-kinderwunsch-fdp-expertin-will-leihmutterschaft-ermoeglichen/24892348.html

Liberale Schwule und Lesben (LiSL) wählten neuen Landesvorstand

Florian Kußmann aus Mannheim neuer Landesvorsitzender

Die Liberalen Schwulen und Lesben in Baden-Württemberg haben bei ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand bis 2018 gewählt. Neu im Amt als Landesvorsitzender ist der 41-jährige Mannheimer Gastronom Florian Kußmann. In seiner Bewerbungsrede stellte er es als vordringliche Aufgabe der FDP-Vorfeldorganisation dar, in der gesamten Gesellschaft für mehr Toleranz und Respekt vor anderen Lebensentwürfen einzutreten. Er stellte klar, dass sich die Liberalen Schwulen und Lesben um diese nicht als Randgruppen kümmerten, sondern für selbstbewusstes Auftreten in der Gesellschaft stünden. Der grün-schwarze Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg sei ein Beweis dafür, wie schwer sich die Politik noch täte, die Lebenswirklichkeit wahrzunehmen. Dort tauchen die Worte „schwul“ und „lesbisch“ auf 135 Seiten nirgendwo auf. Dabei sei es gerade jetzt vor dem Hintergrund vieler Menschen mit Migrationshintergrund wichtige Aufgabe der Politik, für Akzeptanz und Toleranz zu werben.

Als Stellvertreter Kußmanns wurden Hendrik Dörr (32) aus Karlsruhe und Armin Serwani (60) aus Stuttgart gewählt. Schatzmeister ist Michael Marquardt, Beisitzerinnen und Beisitzer sind Sina Grosser, Dr. Jan Havlik, Rene Oehler und Sabine Schöffel.

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v.l.n.r.: Dr. Jan Havlik, Armin Serwani, Hendrik Dörr, Florian Kußmann, René Oehler, Michael Marquardt, Sina Grosser und Sabine Schöffel.

Grün-schwarzer Koalitionsvertrag ist ein Zeugnis der Feigheit“ / Kritik an lauen Worten des CSD Stuttgart

(Stuttgart) Die Liberalen Schwulen und Lesben beschreiben den grün-schwarzen Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg als „Zeugnis der Feigheit“. Mit diesen Worten kritisierte der Landesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL), Olaf Bentlage, das Regierungspapier. Insbesondere die Grünen, die sich in den vergangenen Jahren öffentlichkeitswirksam als die Vorkämpfer für eine neue Politik der Toleranz und Vielfalt dargestellt hätten, hätten hier bei den Verhandlungen total versagt. „Offenbar geht man in grünen Kreisen davon aus, dass die schwul-lesbische Community sowieso alles hinnimmt, wenn es grün angemalt wird“, so Bentlage.
Im gesamten Koalitionsvertrag würde nirgendwo „schwul“, „lesbisch“ oder „transgender“ benannt. Der Aktionsplan, Kern der vorigen Landesregierung, solle lediglich „geprüft“ werden – eine Fortsetzung sei nicht in Aussicht gestellt. Bei der Frage der ehelichen Gleichstellung oder des Adoptionsrechts schweige der Koalitionsvertrag, kritisierte Bentlage. „Dieser Vertrag ist ein Zeugnis für die neue Spießigkeit, die von der CDU zu erwarten war und in die sich die Grünen willig einfügen. Für die Grünen sind Schwule und Lesben offenbar dankbare Wähler, die man nach der Wahl getrost vergessen kann“, so der Landesvorsitzende.
Ein Zeichen dafür sei die Reaktion des CSD Stuttgart auf den Koalitionsvertrag. „Mit Befremden“ hätten die Liberalen Schwulen und Lesben die Aussagen dazu zur Kenntnis genommen. Bentlage dazu: „Viele laue Worte, aber nicht ein einziges Mal deutliche Kritik am offenkundigen Verhandlungsversagen der Grünen. Gemessen an dem, was wir uns für die FDP vor der Wahl anhören durften, wird hier offenbar mit zweierlei Maß gemessen. Es ist schon ein Stück aus dem Tollhaus, dass der CSD Stuttgart, dessen Motto in diesem Jahr ‚Operation Sichtbarkeit‘ lautet, das ‚Dokument des Vertuschens‘ so wenig kritisiere.“ Bentlage kündigte an, die Teilnahme der FDP am diesjährigen CSD vor diesem Hintergrund zur Diskussion zu stellen.

FDP Newsletter: Interview mit dem neuen Vorsitzenden der LiSL Baden-Württemberg Olaf Bentlage

Von Patrick Meinhardt

 09.09.2014 – Interview mit dem neuen Vorsitzenden der LiSL Baden-Württemberg Olaf Bentlage:

Wie kam es dazu eine Landes-LiSL ins Leben zu rufen?

Auf Bundesebene gibt es die Liberalen Schwulen und Lesben schon seit 2010. Da wurde es einfach Zeit, dass sich auch im Stammland der Liberalen ein Landesverband gründet. Und nicht zuletzt nach der Debatte um den Bildungsplan, kann die „Community“ eine echte liberale Stimme gebrauchen und die FDP braucht derzeit sowieso jede Unterstützung.

Welche Ziele, Wünsche, Inhalte treiben Dich an?

Toleranz sollte nicht nur in Sonntagsreden vorkommen, sondern auch gelebt werden. Da gibt es in Baden-Württemberg noch eine Menge zu tun. Es frage sich jede Leserin und jeder Leser selbst, der in einer Gemeinde unter 30.000 Einwohnern in Baden-Württemberg lebt, ob es ohne Probleme möglich wäre, dass ein schwuler Bürgermeisterkandidat oder eine lesbische Kandidatin antreten könnte, ohne dass das ein Thema im Ort wäre. Die Frage ist schon, ob so eine Kandidatin oder so ein Kandidat die Unterstützung bürgerlicher Parteien bekäme? Als großer Fußballfan wurmt es mich natürlich besonders, dass es noch immer nicht gelingt, ein Klima im Sport zu schaffen, in dem Menschen während ihrer Karriere offen zu ihrer Sexualität stehen können.

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