Liberale Schwule und Lesben (LiSL) wählten neuen Landesvorstand

Florian Kußmann aus Mannheim neuer Landesvorsitzender

Die Liberalen Schwulen und Lesben in Baden-Württemberg haben bei ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Vorstand bis 2018 gewählt. Neu im Amt als Landesvorsitzender ist der 41-jährige Mannheimer Gastronom Florian Kußmann. In seiner Bewerbungsrede stellte er es als vordringliche Aufgabe der FDP-Vorfeldorganisation dar, in der gesamten Gesellschaft für mehr Toleranz und Respekt vor anderen Lebensentwürfen einzutreten. Er stellte klar, dass sich die Liberalen Schwulen und Lesben um diese nicht als Randgruppen kümmerten, sondern für selbstbewusstes Auftreten in der Gesellschaft stünden. Der grün-schwarze Koalitionsvertrag in Baden-Württemberg sei ein Beweis dafür, wie schwer sich die Politik noch täte, die Lebenswirklichkeit wahrzunehmen. Dort tauchen die Worte „schwul“ und „lesbisch“ auf 135 Seiten nirgendwo auf. Dabei sei es gerade jetzt vor dem Hintergrund vieler Menschen mit Migrationshintergrund wichtige Aufgabe der Politik, für Akzeptanz und Toleranz zu werben.

Als Stellvertreter Kußmanns wurden Hendrik Dörr (32) aus Karlsruhe und Armin Serwani (60) aus Stuttgart gewählt. Schatzmeister ist Michael Marquardt, Beisitzerinnen und Beisitzer sind Sina Grosser, Dr. Jan Havlik, Rene Oehler und Sabine Schöffel.

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v.l.n.r.: Dr. Jan Havlik, Armin Serwani, Hendrik Dörr, Florian Kußmann, René Oehler, Michael Marquardt, Sina Grosser und Sabine Schöffel.

Haußmann MdL (FDP): „Seltsam sind einzig die Menschen, die niemanden lieben!“

Rede von Jochen Haußmann MdL
109. Sitzung des Landtags von Baden-Württemberg, 15. LP
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Aussprache zum Beschlussantrag von Grüne, SPD und FDP/DVP
Entschließung zur Aufarbeitung der strafrechtlichen Verfolgung homosexueller Männer:

Mit dem heutigen Beschlussantrag setzen wir von Seiten des Landtags ein wichtiges Zeichen zu einer gesellschaftlichen Realität und zum Umgang mit unserer eigenen Geschichte. Die gesellschaftliche Realität hat sich in den vergangenen Jahren verändert und geöffnet. Der Staat hat seinen Anteil daran, dass das Thema Homosexualität heute kein Skandal mehr ist. Dafür gibt es gute Beispiele, die dazu beigetragen haben. Ich erwähne hier die Bundesstiftung Magnus Hirschfeld, die von der CDU/FDP-Bundesregierung ins Leben gerufen wurde und die einen wichtigen Bestandteil in der Erforschung und historischen Aufbereitung darstellt. Die Landesregierung gibt sich in dieser Richtung Mühe, aber die Schwierigkeiten um die finanzielle Absicherung des „Hotel Silber“ oder die ungeschickte Diskussion über dieses Thema im neuen Bildungsplan zeigen, dass eine gute Absicht nicht alles ist. Wichtig ist für uns als liberale Landtagsfraktion ist, dass es die Aufgabe der Gesellschaft bleibt, Toleranz im Alltag umzusetzen.

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FDP Newsletter: Interview mit dem neuen Vorsitzenden der LiSL Baden-Württemberg Olaf Bentlage

Von Patrick Meinhardt

 09.09.2014 – Interview mit dem neuen Vorsitzenden der LiSL Baden-Württemberg Olaf Bentlage:

Wie kam es dazu eine Landes-LiSL ins Leben zu rufen?

Auf Bundesebene gibt es die Liberalen Schwulen und Lesben schon seit 2010. Da wurde es einfach Zeit, dass sich auch im Stammland der Liberalen ein Landesverband gründet. Und nicht zuletzt nach der Debatte um den Bildungsplan, kann die „Community“ eine echte liberale Stimme gebrauchen und die FDP braucht derzeit sowieso jede Unterstützung.

Welche Ziele, Wünsche, Inhalte treiben Dich an?

Toleranz sollte nicht nur in Sonntagsreden vorkommen, sondern auch gelebt werden. Da gibt es in Baden-Württemberg noch eine Menge zu tun. Es frage sich jede Leserin und jeder Leser selbst, der in einer Gemeinde unter 30.000 Einwohnern in Baden-Württemberg lebt, ob es ohne Probleme möglich wäre, dass ein schwuler Bürgermeisterkandidat oder eine lesbische Kandidatin antreten könnte, ohne dass das ein Thema im Ort wäre. Die Frage ist schon, ob so eine Kandidatin oder so ein Kandidat die Unterstützung bürgerlicher Parteien bekäme? Als großer Fußballfan wurmt es mich natürlich besonders, dass es noch immer nicht gelingt, ein Klima im Sport zu schaffen, in dem Menschen während ihrer Karriere offen zu ihrer Sexualität stehen können.

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Meinhardt: Union und SPD lassen Schwule und Lesben im In- und Ausland im Stich! Bentlage: Landesregierung soll sich für Blutspenden von Homosexuellen stark machen!

Stuttgart – Die Christopher Street Days bieten die Gelegenheit, sich mit der Gleichstellungspolitik im Land und im Bund auseinanderzusetzen. Die FDP Baden-Württemberg zeigt in diesem Jahr zusammen mit dem baden-württembergischen Landesverband der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) erneut auf zahlreichen Kundgebungen im Land Flagge für Akzeptanz und Toleranz.

„Nach acht Monaten Großer Koalition in Berlin muss man feststellen, dass nach Jahren des Fortschritts in der Gleichstellungspolitik für Schwulen und Lesben, mittlerweile völliger Stillstand eingetreten ist. Es bewegt sich nichts. Weder bei der steuerlichen Gleichstellung noch beim Adoptionsrecht. Die SPD ist auf diesem Gebiet in der schwarz-roten Koalition ein Totalausfall. Und seit dem die FDP nicht mehr die Außen- bzw. Entwicklungspolitik verantwortet, ist es insgesamt still um die Menschenrechte geworden. Weiterlesen

Akzeptanz und Toleranz: liberale Grundausstattung FDP-Landtagsfraktion und LiSL Baden-Württemberg empfangen den LSBTTIQ-Sprechendenrat

„Wir stehen für vollständige Akzeptanz und Toleranz“ – was der FDP-Fraktionsvorsitzende Dr. Hans Ulrich Rülke gleich zu Beginn eines Gesprächs mit den Verantwortlichen des „Netzwerks LSBTTIQ“ betonte, stand als Motto der gegenseitigen Wertschätzung über einem Gespräch, das in der vergangenen Woche in den Räumen der Fraktion auf deren Einladung und im Beisein führender LiSL-Vertreter in Stuttgart stattfand. Weiterlesen